Blindenhunde – Rassen und ihre Unterschiede

Blindenhunde – Rassen  und ihre Unterschiede

Blindenhunde, eine Art Assistenzhund, werden ausgebildet, um Menschen im Leben mit Behinderungen zu helfen.

Sie sind speziell ausgebildet, um blinde und sehbehinderte Menschen zu führen und ihnen zu helfen, Situationen oder Hindernisse zu meistern, zu denen sie normalerweise nicht in der Lage wären.

Geschichte der Blindenhunde

Die erste besondere Beziehung zwischen einem Hund und einem blinden Menschen geht im Nebel der Zeit verloren, aber vielleicht ist das früheste aufgezeichnete Beispiel in einem Wandbild aus dem ersten Jahrhundert n. Chr. in den vergrabenen Ruinen von Roman Herculaneum dargestellt.  Es gibt weitere Aufzeichnungen von Asien und Europa bis zum Mittelalter, von Hunden, die blinde Männer führen.

Der erste systematische Versuch, Hunde zur Unterstützung blinder Menschen auszubilden, erfolgte jedoch um 1780 im Blindenkrankenhaus “Les Quinze-Vingts” in Paris.  Kurz darauf, 1788, trainierte Josef Riesinger, ein Wiener Blindsiebmaschine, einen Spitz so gut, dass man sich oft fragte, ob er blind sei.

1819 erwähnte Johann Wilhelm Klein, Gründer des Blinden-Erziehungs-Instituts in Wien, in seinem Lehrbuch zum Unterricht der Blinden das Konzept des Blindenhundes und beschrieb seine Methode der Hundeausbildung.  Ein Schweizer Jakob Birrer schrieb 1847 über seine Erfahrungen, sich über einen Zeitraum von fünf Jahren von einem von ihm speziell ausgebildeten Hund führen zu lassen.

Training für Blindenhunde

Hunde werden nicht einfach über Nacht zu Blindenhunden; viel Zeit wird damit verbracht, in verschiedenen Umgebungen Kontakte zu knüpfen und zu trainieren, bis ein Hund mit einem sehbehinderten Begleiter verglichen werden kann.

Goldene und Labrador-Retriever, Deutsche Schäferhunde und andere größere Rassen werden aufgrund ihrer Größe in der Regel als Blindenhunde eingesetzt; sie sind in der Lage, ihre Hundeführer zu führen oder zu verhindern, dass sie in gefährliche Situationen geraten.

Als junge Welpen werden diese aufstrebenden Blindenhunde in das Haus eines Freiwilligen oder einer Pflegefamilie gebracht, was die sozialen Fähigkeiten des Hundes fördert. Nach etwa einem Jahr beginnt der Hund eine fortgeschrittene Trainingseinheit – in der Regel vier bis sechs Monate – mit einem professionellen Trainer. Zu diesem Zeitpunkt werden Gehorsam, das Navigieren von Hindernissen und andere spezielle Fertigkeiten, wie das Abrufen von Objekten, geübt. Ein U-förmiges Geschirr wird ebenfalls eingeführt, da Blindenhunde es als Teil ihrer Arbeit tragen, um ihren Partnern Mobilitätsunterstützung zu bieten.

Typen

Jeder gut ausgebildete Hund kann ein Blindenhund werden, obwohl Labrador-Retriever und Deutsche Schäferhunde die beliebtesten Rassen sind. Dies liegt vor allem daran, dass sie einen starken Instinkt haben, ihren Besitzern zu helfen. Die wichtigste Anforderung an einen Blindenhund ist, dass er groß genug ist, um mit einem Geschirr und einer Leine ausgestattet zu werden.